FAQ Solarspeicher

Mit einem Solarstromspeicher kann eigenerzeugter Sonnenstrom auch dann verbraucht werden, wenn die Sonne nicht scheint. Konkret bedeutet das, dass ich den Strom, den meine Photovoltaikanlage generiert, für einen späteren Verbrauch speichern kann, zum Beispiel nachts oder bei schlechtem Wetter.

Die meisten Haushalte mit Photovoltaikanlagen nützen nur 30% bis 40% des eigenerzeugten Stroms. Diese neue Technologie wird von Karma Werte vertrieben und  ermöglicht es, die Nutzung auf 60% bis 90% zu steigern. So erreicht man eine größere Unabhängigkeit von diversen Netzbetreibern – damit geht natürlich auch eine Kostenreduktion einher, da der Bezug von Strom aus dem öffentlichen Netz minimiert wird.

Die Batteriespeicher sammeln den tagsüber erzeugten Solarstrom für den späteren Verbrauch. Wenn die Sonne aufgrund der Tageszeit oder Witterung nicht zur Verfügung steht, kann der Solarstrom aus dem Batteriespeicher entnommen werden. Die intelligente Ladelektronik steuert den Stromfluss zwischen der Photovoltaikanlage, den Verbrauchern im Haushalt und dem öffentlichen Netz. Sobald die Stromerzeugung der Photovoltaikanlage den momentanen Verbrauch im Haushalt übersteigt, wird der Solarstromspeicher geladen und der Überschuss gespeichert. Erst wenn der Batteriespeicher vollständig geladen ist, wird der überschüssige PV-Strom ins Netz eingespeist.
Die Kosten für einen Batteriespeicher hängen von mehreren Faktoren ab: Das Marktvolumen, die Technologie und vor allem auch von der Speicherkapazität, Entladungstiefe, Ladezyklen und der Wirkungsgrad beeinflussen den Preis der Solarspeichersysteme.

Ein förderfähiger Lithium-Solarspeicher für ein Einfamilienhaus kostet im Moment zwischen € 1.500 und € 2.600 je kWh Speicher-Nennleistung. Bei Beanspruchung der Förderung für Solarstromspeicher werden bis zu € 4.800 erstattet.

Die Karma Werte Batteriespeicher Berater helfen Ihnen hierbei gerne!


Nennkapazität oder Nennleistung:

Die Nennkapazität oder Nennleistung gibt an, wie viel Strom bei einer vollen Aufladung unter idealen Bedingungen gespeichert werden kann. Es handelt sich um eine technische Angabe, die in Kilowattstunden angegeben wird. Der Hersteller gibt zusätzliche Informationen darüber, für welche Anlagenleistung der Speicher geeignet ist. Die Nennkapazität entspricht nicht der tatsächlichen Kapazität des Speichers!


Entladungstiefe:

Die Entladungstiefe gibt an, wie viel gespeicherte Energie der Batterie entnommen werden kann. Solarspeicher können nicht zu 100% entladen werden, da dies das Speichersystem schädigen würde. Je nach Hersteller variiert die Entladetiefe zwischen 50% und 90%.


Ladezyklen:

Bei den Ladezyklen unterscheidet man zwischen Vollzyklus und Kleinstzyklus.

Von einem Vollzyklus spricht man bei einer vollständigen Aufladung und anschließende Entladung des Speichers.

Der Kleinstzyklus bezeichnet die nur geringfügige Entladung und anschließende Vollladung der Batterie.


Wirkungsgrad:

Der Wirkungsgrad bezeichnet die technische Effizienz des Speichers in Prozent. Er gibt das Verhältnis zwischen zugeführter Energie und nutzbarer Energie an. Bei einem Wirkungsgrad von 95% gehen also 5% der zugeführten Energie aufgrund der technischen Umsetzung verloren.


Nutzbare Speicherkapazität:

Die nutzbare Speicherkapazität bezeichnet die tatsächlich nutzbare Menge an gespeichertem Strom nach Abzug der Einbußen durch Entladetiefe und Wirkungsgrad.

Die Wirtschaftlichkeit eines Solarstromspeichers ist von den folgenden Faktoren abhängig:

  • Reiner Gerätepreis für den Solarstromspeicher
  • Preis für eine gespeicherte Kilowattstunde Solarstrom
  • Speicher-Nennkapazität
  • Ladezyklen
  • Wirkungsgrad
  • Höhe der Einspeisevergütung des öffentlichen Netzbetreibers
  • Haushaltsstrompreis

Dieses Beispiel zeigt die Wirtschaftlichkeit bei einem Batteriespeicher mit einer Nennleistung von 6,3 kWh:

90% Entladetiefe = 5,67 kWh
5.000 Ladezyklen = 28.350 kWh
85% Wirkungsgrad = 24.097 kWh nutzbare Speicherkapazität
Gesamtkosten für des Speichersystem: ca. € 9.000

Kosten der gespeicherten kWh 9.000 Euro / 24.097 kWh = 37,3 Cent / kWh
( bei 50% Förderung der Gesamtkosten: 18,7 Cent/kWh )
Vergleichspreis für nicht gespeicherte kWh Überschussvergütung des Netzbetreibers: 4 Cent/kWh
Haushaltsstrompreis: 20 Cent/kWh
Kosten der eingespeisten und zu einem anderen Zeitpunkt aus dem öffentlichen Netz bezogenen kWh: 20 – 4 = 16 Cent/kWh
Ergebnis:
37,3 Cent/kWh im Vergleich zu 16 Cent/kWh (mit Förderung: 18,7 Cent zu 16 Cent)
Bei einem durchschnittlichen Haushalt mit angestrebten 60% bis 70 % Eigenverbrauch gilt als Faustregel:

Nutzbare Speicherkapazität in kWh = 1,2 bis 1,5 mal die kWp-Leistung der Photovoltaikanlage
Gerade in den letzten Jahren gab es bei den Solarspeichertechnologien große Entwicklungen. Der Markt wächst stetig und die Geräte werden immer effizienter und platzsparender. Zurzeit kommen im Haushaltsgebrauch üblicherweise zwei Technologien zum Einsatz:

Lithium-Ionen-Technologie:

Die Lithium-Ionen-Speicher sind im Vergleich zu Blei-Batterien noch nicht lange am Markt und somit die innovativere Technologie. Das zeigt sich vor allem bei der höheren Zyklenzahl: Lithium-Ionen-Batterien können bis zu 7.000 mal geladen und entladen werden. Zugleich erreicht diese Speicherart auch einen höheren Wirkungsgrad und bessere Entladungstiefen. Zudem sind sie weniger wartungsaufwändig und platzsparender bei gleicher Kapazität.

Bei Lithium-Ionen-Batterien besteht die Anode aus Kupferfolie, die mit einer Graphitverbindung oder Lithium-Titanat beschichtet ist, während die Katode eine Lithiumverbindung ist. Zwischen den Elektroden liegt ein Elektrolyt aus Lithiumsalz. Je nach Konsistenz dieses Elektrolyts (flüssig oder gelartig) spricht man von Lithium-Ionen-Akkus oder Lithium-Polymer-Akkus. Die verschiedenen Lithium-Ionen-Batterien unterscheiden sich im Wesentlichen durch den Kathodenwerkstoff, der aus Kobalt, Mangan, Nickel oder Eisenphosphat bestehen kann. Diese Werkstoffe beeinflussen die Energiedichte, Leistungsdichte, Nennspannung, Lebensdauer (etwa 20 Jahre) und die Zahl der Landezyklen.

Der Nachteil der Lithium-Batterien liegt derzeit im Preis: Aufgrund der jüngeren Technologie ist diese Solarstromspeicherart momentan noch teurer als zum Beispiel Blei-Akkus. Speicher auf Lithium Basis müssen außerdem exakt nach den Herstellervorschriften betrieben werden. Aufgrund der hohen Energiedichten und den verwendeten Materialien muss der Aufstellungsort unbedingt kühl gewählt werden, um Unfälle auszuschließen. Sicherheitssysteme sind aber natürlich bereits standardmäßig in den Geräten integriert.

Die Karma Werte Speicher Berater stehen Ihnen bei weiteren Fragen zur dieser Technologie natürlich gerne zur Verfügung.

Blei-Säure und Blei-Gel-Technologie:

Blei-Batterien sind bereit seit Jahren bewährt und werden beispielsweise auch in Krankenhäusern eingesetzt, um die Notstromversorgung zu sichern. Zusätzlich sind sie deutlich günstiger als andere Solarspeichertechnologien. Sie können jedoch weniger oft geladen und entladen werden als Lithium-Speicher: Die Obergrenze liegt bei den Blei-Speichern nur bei etwa 2.000 Ladezyklen. Auch bei der Lebensdauer schneiden sie schlechter ab: 10 Jahre sind hier der Durchschnittswert. Zur Erhöhung der Lebensdauer wird die maximale Entladungstiefe verringert, was allerdings weniger nutzbare Speicherkapazität mit sich bringt. Der Wirkungsgrad ist im Vergleich etwas geringer als bei Lithium-Geräten.

Bei Blei-Säure-Batterien muss unbedingt auf einen säurebeständigen Aufstellungsort und gute Belüftung geachtet werden! Diese Technologie ist nicht förderfähig.

Bei Fragen wenden Sie sich an unsere Karma Bleispeicher Berater – sie können Ihnen Tipps zum Aufstellungsort geben und informieren Sie gerne!

Batteriespeicher werden mit Gleichstrom betrieben, der auch von der PV-Anlage erzeugt wird.

Es gibt zwei Arten, den Speicher anzuschließen:

  • Der Speicher wird DC-seitig installiert, also noch vor dem Wechselrichter angeschlossen.
  • Der Speicher wird AC-seitig installiert, benötigt aber einen separaten Wechselrichter, der den Wechselstrom wieder in Gleichstrom umwandelt.

Beispiel für den DC-seitigen Anschluss:

KarmaWerte Solarspeicher Anschluss DC-seitig


Beispiel für den AC-seitigen Anschluss:

KarmaWerte Solarspeicher Anschluss AC-seitig

Ab 1.11. 2014 werden stationäre Solarspeicher auf Lithium-Basis für die Eigenverbrauchsoptimierung von bestehenden oder neuen Photovoltaikanlagen für Privatpersonen gefördert. Der Zuschuss beträgt bis zu € 600 je kWh Nennkapazität oder maximal 50 Prozent der Brutto-Anschaffungskosten mit einer maximal geförderten Nennkapazität von 6 kWh + € 500 einmaligen Bonus für die Datenbereitstellung für die wissenschaftliche Analyse.

Die maximale Förderung beträgt also € 3.600 + € 500 einmalig für die Datenbereitstellung.

Unter anderem müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Der Anlagenstandort muss sich am Hauptwohnsitz in Oberösterreich befinden
  • Die Umsetzung muss innerhalb 12 Monate ab Erhalt des Fördervorschlags erfolgen
  • Der Strom muss aus erneuerbaren Energieträgern bezogen werden
  • Die Zeitwertgarantie muss mindestens 7 Jahre betragen
  • Der Entkuppelungsschutz muss gemäß der Vorgaben der Netzbetreiber erfolgen
  • Der Montageort und Brandschutzmaßnahmen müssen gemäß der Vorgaben des Herstellers erfolgen
  • Ein Anlagenbuch und Erstprüfungsbefund sind nachweislich zu übergeben
  • Wiederkehrende Überprüfung oder Onlineüberwachung sind durchzuführen
  • Das Speichersystem muss notstromfähig sein

Nicht förderfähig sind:

andere Speicher-Technologien als auf Lithium-Basis, wie z. B. aus Blei-Säure-Basis oder Blei-Gel-Technologie

  • Eigenbauten
  • gebrauchte Speicher
  • Prototypen
  • USV-Systeme
  • Volleinspeise-Anlagen
  • Anlagen ohne Netzanschluss

Alle Informationen über die Voraussetzungen zur Förderung und den Ablauf finden Sie unter www.land-oberoesterreich.gv.at

Bitte beachten Sie, dass die Fördergelder sehr schnell vergriffen sind. Wir raten Ihnen, den Stand der aktuellen Förderung vor dem Kauf zu prüfen! Ihr Karma Werte Förderungs Berater steht Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite!

  • Haben Sie weitere Fragen oder möchten Sie sich über Solarspeicher informieren?
    Senden Sie uns Ihre Anfrage – wir helfen Ihnen gerne weiter!