Crowdfunding mit Nachrangdarlehen:

Grüne Erde zeigt Erfolgsmodell

Linz/Graz. Das Thema Crowdfunding ist zwar nach wie vor in aller Munde, dennoch gibt es in Österreich nur begrenzte Möglichkeiten für Unternehmen, die sich unabhängig von Banken finanzieren möchten. Dennoch schaffen sehr erfolgreiche Unternehmen ihre finanzielle Basis durch das qualifizierte Nachrangdarlehen. Die Arbeiterkammer lud nun zu einer Diskussion mit Vertretern der FMA und erfolgreichen Crowdfunding-Unternehmen.

Am 20.10.2014 fand in der Arbeiterkammer Oberösterreich die Podiumsdiskussion zum Thema Crowdfunding statt, bei der auch das qualifizierte Nachrangdarlehen von dem österreichischen Versandhändler Grüne Erde gemeinsam mit FMA-Chef Helmut Ettl und Georg Rathwallner von der AK OÖ vorgestellt wurde. Grüne Erde konnte mithilfe dieses Finanzierungsmodelles über 7,4 Millionen Euro von 1.100 Investoren einwerben. In drei Tranchen wurden den Kunden 6, 5 und 4 Prozent Zinsen zugesichert, wobei letztere in Gutscheinen ausbezahlt wurden. Das nachrangige Darlehen von Grüne Erde gilt als das größte Crowdfunding Projekt Österreichs.

Nachrangdarlehen als anerkanntes Crowdfunding-Modell

Crowdfunding mit NachrangdarlehenGrüne Erde bezeichnet dieses Modell als Alternative zum Bankkredit – die Vorgeschichte dazu erinnert durchaus an jene von Heini Staudinger: 2012 wurde Grüne Erde die Finanzierungszusage der Bank aufgrund einer leicht negativen Bilanz gestrichen, mit dem Rat, sich über Investmentfonds zu finanzieren. Für den Geschäftsführer Reinhard Kepplinger kam das nicht in Frage. Das nachrangige Darlehen läuft seit 2013 und wurde von der FMA genehmigt.

„Das qualifizierte Nachrangdarlehen ist eine Lösung – wenn auch noch keine ganz ausgereifte. Für Start-Ups und Unternehmen, die sich unabhängig von Banken finanzieren möchten, bildet dieses Modell einen wichtigen Grundstein. Gerade innovative Jungunternehmen nutzen das nachrangige Darlehen als Finanzierungsform. Es wäre ganz sicher zum Nachteil der österreichischen Wirtschaft, wenn dieser Ideenreichtum durch fehlende Finanzierungsmöglichkeiten wegfallen würde“, erklärt Alexander Schauer, Geschäftsführer der KarmaWerte GmbH.

„Man sollte maximal fünf Prozent seiner Veranlagungssumme investieren“, so Georg Rathwallner von der Arbeiterkammer OÖ. Die Identifikation mit der Geschäftsidee, den Bilanzen und des Themas Crowdfunding an sich sei dabei besonders wichtig. Karma Werte, Arbeiterkammer und FMA begrüßen die öffentliche Diskussion und Information. Auch Helmut Ettl meint, man sehe dieses Thema sehr unaufgeregt.

Gerade für Sparer und Kleinanleger gewinnt eine Unternehmensinvestition an Attraktivität. Vor allem durch die Geldpolitik der EZB, welche dazu führt, dass eine deutsche Bank den Minuszins (Negativzins) einhebt, sorgt für neuen Unmut – gerade zum Weltspartag. Dass Bankkunden angesichts des Strafzinses nach Alternativen für ihr Geld suchen, ist verständlich.

Firmenportrait Karma Werte GmbH:

Die KarmaWerte GmbH ist der Spezialist im Bereich Erneuerbare Energie und Photovoltaik. 2013 gegründet, agiert das erfolgreiche Start-Up österreichweit. Der nachhaltige Handel mit hochwertigen Photovoltaik Komponenten bildet den Kernbereich der umfassenden Geschäftstätigkeit. Das innovative Modell Contracting ist bisher einzigartig und fokussiert den Ausbau der Erneuerbaren Energie und die Schaffung eines zukunftsträchtigen und starken Wirtschaftssektors.

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